Die Geschichte der Pfadfinderbewegung

Im Jahr 2007 hat die Pfadfinderbewegung ihren 100. Geburtstag gefeiert. Mit 38 Millionen Mitgliedern in 169 Ländern sind die Pfadfinder und Pfadfinderinnen damit die weltweit größte Kinder- und Jugendbewegung. 

Am Anfang war der Versuch

Der Engländer Robert Baden-Powell und eine Handvoll Jugendliche halten auf der englischen Kanalinsel Brownsea das erste Lager ab. Das war 1907. Damals war die Idee, Kindern und Jugendlichen eine aktive Freizeitgestaltung zu ermöglichen, revolutionär - und entsprechend erfolgreich entwickelte sich von da an die Pfadfinderbewegung. Heute findet man in 169 Ländern der Erde Pfadfinder und Pfadfinderinnen.

Durch regelmäßiges Überarbeiten und Erneuern der Programme und Methoden bleibt die Pfadfinderbewegung am Puls der Zeit - und damit für Kinder und Jugendliche attraktiv. Heute vielleicht mehr denn je.

Die beiden Weltverbände WAGGGS (World Association of Girl Guides and Girl Scouts) für Mädchen und WOSM (World Organization of the Scout Movement) für Buben zählen über 38 Millionen aktive Mitglieder. Beide Weltverbände sind beratendes Mitglied der UNO und eine der aktivsten NGO's (non-governmental organizations), die in vielen gesellschaftspolitischen Fragen wie Jugendpolitik, Entwicklungshilfe, Frauenrechte, Drogenprävention, etc. tätig sind.

In Europa gelten die PfadfinderInnen als Freizeitorganisationen mit wichtigem erzieherischen Wert. Internationale Pfadfinderlager, wie zB das alle vier Jahre stattfindende World Scout Jamboree, fördern ein multikulturelles Verständnis und bilden Freundschaften, Solidarität und Gemeinschaft weit über alle Grenzen hinaus.  

Herz, Hirn und Hand

Bei den PfadfinderInnen werden die Kinder und Jugendlichen bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit unterstützt. Mit den ganzheitlichen Methoden werden Herz, Hirn und Hand gleichermaßen angesprochen.

Das Pfadfinderprogramm orientiert sich an der altersspezifischen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Es gliedert sich in acht gleichwertige Schwerpunkte:

  • Leben aus dem Glauben
  • Verantwortungsbewusstes Leben in der Gemeinschaft
  • Weltweite Verbundenheit
  • Kritisches Auseinandersetzen mit sich und der Umwelt
  • Einfaches und naturverbundenes Leben
  • Bereitschaft zum Abenteuer des Lebens
  • Schöpferisches Tun
  • Körperbewusstsein und körperliche Leistungsfähigkeit

Diese Schwerpunkte werden in altersgemäßen Kleingruppen vermittelt. Die Methoden dafür reichen vom spielerischen Lernen bis zur strukturierten Projektarbeit.

 

Im Hinblick auf das Erziehungsziel ist dabei

  • Lernen durch Tun ("Learning by doing")
  • Üben von demokratischen Verhaltensweisen
  • Sensibilisieren für Unrecht und Unfrieden
  • gewaltfreies Lösen von Konflikten
  • Lernen und Üben von umweltgerechtem Verhalten

besonders wichtig.